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Pixelpipe ist ja immer auf der Suche nach Websites, die in punkto Webgestaltung als Best Practice zu loben sind. Um unser heutiges Beispiel zu finden, mussten wir zugegebenermaßen nicht lange suchen, stammt es doch aus dem Hause PC-WARE. Seit Anfang März ist bueronauten.pc-ware.de online. Unser erster Blick gilt zunächst erst einmal dem Inhalt der Website. Hier werden alle Office Produkte (und an dieser Stelle sollte sich der Name der Website erschließen) von Microsoft Office, Adobe Acrobat und Mindjet, die bis dato einzeln den Kunden vorgestellt worden sind, auf einer gemeinsamen Plattform präsentiert. Warum? Das hat uns Michaela Hille, Teamleiterin Standardsoftware & Grafik bei PC-WARE, erklärt: „Mittlerweile sind die Produkte der drei Hersteller sehr gut aufeinander abgestimmt und arbeiten miteinander. Alle drei helfen im Zusammenspiel dem Kunden, komplexe Probleme im Büro zu meistern. Also haben wir uns gesagt, wir gehen von den typischen Problemen eines ‚Büromenschen‘ aus und zeigen ihm auf einer Plattform, wie ihm die Office Produkte der drei Hersteller helfen, seinen Büroalltag zu vereinfachen.“ Es gibt also eine Idee und einen guten Sinn für die neue Website, was man schließlich auch nicht von jeder behaupten kann.
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Kommen wir nun aber zur gestalterischen Umsetzung der “Büronauten”-Website, die in den Händen der Leipziger Agentur PIXELWG lag. Wir haben mit Art-Director Jörg Häckel gesprochen und ihm fünf Fragen zur neuen Website gestellt:
Mit welchen Programmen haben Sie bei dem Projekt “www.bueronauten.pc-ware.de” gearbeitet?
Jörg Häckel: Für die 3D-Animationen wurde vor allem “Cinema 4D” eingesetzt. Wie haben aber auch mit “After Effects” und “Logic Studio” gearbeitet. Das Screendesign wurde mit “Illustrator” vorbereitet und in Flash importiert. Dort erfolgte auch die Vorbereitung der Elemente des User Interface (Buttons, Fenster, Menü-Bereiche). Die Flash-Entwicklung erfolgte komplett in FDT.
Auf Ihrer Homepage findet man folgende Aussage: “Nichts ist so wichtig, wie das richtige Bild.” Warum ist es Ihrer Meinung nach für ein Unternehmen wie PC-WARE wichtig, sich auf diese Art und Weise seinen Kunden zu präsentieren?
Jörg Häckel: Den wenigsten Produkten und Angeboten gelingt es heute noch, sich über ihre technischen Innovationen vom Wettbewerb abzusetzen. Vielmehr liegen die Unterschiede im Detail oder sind von so komplexer Natur, dass diese nicht mehr in wenige Worte zusammengefasst werden können. In der modernen Informationsflut bleiben Angeboten nur noch Bruchteile von Sekunden, um als interessant oder uninteressant eingestuft zu werden. Umso wichtiger werden die so genannten Softskills einer Marke. Also eher subjektive Eindrücke wie sympathisch, fortschrittlich, unaufdringlich oder frisch.
Im Sinne der Usability einer Website wird gern darüber gestritten, inwieweit animierte Flashseiten und Avatare gerade bei informationslastigen Websites den User eher ablenken. Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema?
Jörg Häckel: Die Büronauten-Seite präsentiert sich eher als Erlebniswelt und weckt sofort positive Emotionen. Die Stimmung der Webseite lädt zum spielerischen Stöbern und Entdecken ein und gibt dem User die notwendige Ruhe, die Inhalte und damit PC-WARE kennenzulernen. Ein Ziel war es, die Seite von Informationsballast zu befreien und über reine Fakten hinaus Interesse zu wecken. Die Entscheidung für Flash war daher nicht schwer, da HTML diesen “wow” Effekt nicht in gleicher Weise erzielen kann und HTML5 bisher nicht von allen Browsern unterstützt wird. Weiterhin hat das Flash-Plugin eine enorme Verbreitung (99%) und garantiert uns eine plattformunabhängige, gleichbleibende Darstellungsqualität. So ist es möglich, die Hausschriften von PC-WARE zu verwenden, komplexe Animationen abzuspielen und Video- und Bildergalerien einzubinden. Durch die Anbindung an ein CMS-System sind alle Inhalte der Seite extern erweiter- und indizierbar, so dass der größte Nachteil von Flash, alle Daten in einem Container zu verschlüsseln, elegant umgangen wurde.
Was waren für Sie die Herausforderungen bei dem Projekt www.bueronauten.pc-ware.de?
Jörg Häckel: Die erste Herausforderung war die Kreation des Büronauten, der einerseits sympathisch und witzig aber auch seriös und technisch versiert erscheinen sollte. Die nächste Aufgabe war, ein grafisch aufgeräumtes aber mit Liebe zum Detail gestaltetes Screendesign zu entwickeln, welches den Achssprung zwischen einem spannenden Design und einem streng modularisierten Aufbau schafft. Die größte Herausforderung war jedoch die Anbindung an das Backend. Durch die Wahl des CMS “modx” konnten wir jedoch eine Weiterleitung der Inhalte als XML, performant und dynamisch zum Flash-Frontend erreichen. Gleichzeitig ist es für den Editor (”Redakteur”) einfach zu erlernen und zu verwalten. Weitere Schwerpunkte waren die Optimierung der Performance und die Verringerung der Ladezeiten trotz der Verwendung von Videos.
Wie lange haben Sie für die Umsetzung benötigt?
Jörg Häckel: Wie immer, viel zu lange.
Wir finden, dass sich diese Arbeit auf jeden Fall gelohnt hat und bueronauten.pc-ware.de eine gelungene, innovative und moderne Form der Produktpräsentation ist.
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