Feb 06

Obwohl noch längst nicht vollständig ins Bewusstsein der Betreiber gelangt, haben Navigation und Orientierung auf einer Website in den letzten zwei bis drei Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Über dieses Thema haben wir uns mit Stephan Preuß und Irka Schneider von der Agentur www.handspiel.net, die sich unter anderem auf Usability getestete Benutzeroberflächen von Internet- und Intranetportalen spezialisiert hat, unterhalten und überraschende Erkenntnisse hinsichtlich der Verwendung audiovisueller Elemente für die Webführung gewonnen. Lesen Sie im ersten Teil des Beitrags, inwieweit Animationen & Co für die Usability einer Website zielführend sind.

Die Möglichkeiten, die sich zur Gestaltung einer Homepage und damit auch zur Userführung bieten, werden stetig vielfältiger und technisch ausgefeilter. Neben den in den letzten Jahren verstärkt zum Einsatz kommenden Video-, Musik- und Sprachelementen, finden nun auch zunehmend 3D- und Schriftanimationen Eingang auf den Webportalen. Aber was ist sinnvoll und welche Mittel werden ohne Reflexion über die Sinnhaftigkeit des eingesetzten Tools verwendet?

“Oft werden audiovisuelle Elemente nur deshalb eingesetzt, weil sie technisch möglich sind”, moniert zumindest Stephan Preuß. “Eine gut strukturierte Website basiert auf den Use Cases des potenziellen Besuchers”, so der Diplominformatiker. Das Ziel muss es sein, die Wege, die der User auf einer Website gehen muss, soweit wie möglich zu vereinfachen, die notwendige Klickzahl zu minimieren und so wenig Fragen wie möglich aufkommen zu lassen. Inwieweit sind nun aber virtuelle Elemente imstande, die Usability einer Homepage zu optimieren?

“Animationen muss man in zwei Kategorien gliedern. Zum einen gibt es da die usabilitydienlichen Animationen, deren Hauptaufgabe darin liegt, zu erklären. Daneben gibt es jene, die in den Unterhaltungsbereich fallen. Die Zielgruppe und der Kommunikationszweck einer Website sind daher ausschlaggebend, welche Animation eingesetzt werden sollte”, so Stephan Preuß. Es gibt nun Unternehmen, die sich auf eben jene audiovisuellen Elemente für das Netz spezialisiert haben. Im Angebot: Moderatoren, die den User durch die Seiten der Homepage führen, Talking Elements, also sprechende Produkte, Logo-Animationen oder Webseiten-Intros, um nur die Wichtigsten zu nennen. Klar definierter Verwendungszweck ist: die Website lebendiger gestalten, Aufmerksamkeit zu generieren und letztlich zu emotionalisieren.

Für auf Unterhaltung ausgerichtete Onlineauftritte ist der Einsatz derartiger Elemente durchaus sinnvoll. Wenn ein Künstler seine Bilder in Form einer animierten Galerie online präsentiert, hat dies sowohl informellen als auch unterhaltenden Wert. Der User hat die Zeit, sich in Ruhe auf den Seiten zu bewegen und dann ist der Einsatz einer solchen Animation mehr als nur legitim. Aber wie sinnvoll ist ein “tanzendes Logo”, wenn man als Nutzer einfach nur eine Information gewinnen möchte?!

Lesen Sie morgen den zweiten Teil und erfahren Sie, in welcher Form Animationen usabilityförderlich sind.


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Reaktion zum Beitrag: Pro und Contra audiovisueller Elemente für Webführung - Teil I

  1. 1. HANDSPIEL blog » Blog Archive » Irka und Stephan im PC-Ware Interview meint:

    [...] von HANDSPIEL zu den Trends der interaktiven Nutzerführung auf Webseiten. Lesen Sie hier Teil-1 und Teil-2 des Artikels auf pixelpipe.de. Februar 10th, 2009 in Handspiel, Usability & Design, [...]

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