![]()
Prinzipiell haben Casting-Shows heutzutage ja eher einen fragwürdigen Ruf. Hin und wieder strahlt dann aber doch eine Perle aus dem Sandhaufen der Mittelmäßigkeit. Dazu gehört definitiv das diesjährige „Ukraine’s Got Talent 2009″.
Gewinnerin des ukrainischen Pendants zur Bohlen-Ego-Show „Das Supertalent“ war die Künstlerin Kseniya Simonova. Mit beeindruckender Fingerfertigkeit und unglaublicher Geschwindigkeit schaffte die 24-Jährige in wenigen Minuten ein schon beinahe lebendiges Kunstwerk. Mit Vulkansand malt die junge Ukrainerin auf einem Leuchtkasten die Geschichte der deutschen Besetzung der Ukraine am Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei entstehen in faszinierender Klarheit und mit feinen Linien zutiefst emotionale Bilder. Diese wechseln virtuos zwischen der Liebe eines auseinander gerissenen Paares und der sinnlosen Gewalt der Besatzer. Für das Publikum wurden diese Bilder auf eine Leinwand übertragen.
Es ist als würde sie mit ihren Händen zu den Menschen sprechen, nur dass ihre Sprache universell ist und sie jeder verstehen kann. In ihrer Heimat, wo fast jeder ihre Kunst kennt, ist sie bereits ein Star. Ihre Kunstwerke wandeln irgendwo auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Traum. Wenn man ihr zuschaut, gewinnt man den Eindruck, dass die Redensart „Alles ist endlich“ noch eine ganz andere Dimension haben muss.
Gerade in einer zunehmend digitalisierten Zeit lebt die Kunst von Kseniya Simonova durch ihre Kreativität und die unmittelbare Umsetzung. Wie bei einem Musiker zählt auch hier der Moment und den muss man einfach auskosten.
Hier findet Ihr neben einem Portrait der Künstlerin und dem Werk, das ihr den Sieg bei „Ukraine’s Got Talent 2009″ beschert hat, noch eine weitere Arbeit. Unbedingt anschauen!!!
Letzte Kommentare