Die Natur ist nicht ideal, der Kunde oder der eigene Anspruch verlangen aber Perfektion? Kein Problem, die digitale Fotobearbeitung macht’s möglich. Dort mal was retuschiert. Hier mal was eingefügt. Noch nie waren Veränderungen so einfach. Warum dann überhaupt noch versuchen, ein von vornherein gutes Foto zu machen? Das Model ist blond statt braunhaarig? Kein Problem. Diejenige mit dem schönen Gesicht würde mit dem tollen Körper der anderen besser aussehen? Kein Problem. Produkt und Model befinden sich nicht am selben Ort? Kein Problem.
Doch die Tücken von Photoshop & Co. sind nicht immer leicht zu umschiffen. Was kann man der Anatomie des Körpers zumuten? Photoshopler haben hierbei anscheinend ähnliche Vorstellungen von Perfektion wie die Schönheitschirurgie. Mit dem Wunsch nach Vollendung und einer schnellen Hand lassen sich mithilfe von Bearbeitungsprogrammen in wenigen Minuten wahre Gräueltaten begehen.
Photoshopdisasters ist wohl die einzig wahre Quelle im Netz für täglich neue Photoshop-Fehlschläge. Manchmal lustig, häufig eher gruselig. Die beliebtesten Fehler: falsche Spiegelungen (Tipp: zu- und abgewandte Seite sowie Händigkeit werden vertauscht), falsche Anzahl von Fingern, Händen und Gliedmaßen im Allgemeinen (kleine Hilfestellung: Fünf Finger je Hand, zwei Hände, Arme, Beine pro Person) und übertriebene Schönheitskorrekturen (Beine sind nicht unendlich, die Fantasie der Menschen aber scheinbar schon). Auch wenn der Abgabetermin drängt, für eine Endkontrolle, wenn möglich durch andere Personen, sollte immer Zeit sein - auch um solche peinlich-witzigen Patzer zu vermeiden:
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