Manchmal beobachtet man ein Insekt, das dank seiner ihm von der Natur gegebenen Fähigkeiten in der Lage ist, an Wänden und Decken entlangzuspazieren und auf diese Weise eine ganz einzigartige Sicht auf die Dinge gewinnt. Diese Fähigkeit haben wir Menschen nun einmal nicht und wenn man sich nicht gerade im Weltall befindet, siegt doch immer die Schwerkraft.
Was uns zu diesem doch grafikfernen einleitenden Exkurs veranlasst hat, ist ein kleines Kuriosum, auf das wir im Rahmen unserer Themenrecherche für pixelpipe gestoßen sind und das so verrückt ist, dass wir es Euch nicht vorenthalten wollen. Die Rede ist vom so genannten “Kopfüber-Haus” in Trassenheide auf Usedom. Die beiden polnischen Unternehmer Klausdiusz Golos und Sebastian Mikiciuk hatten die Idee, ein Haus zu bauen, das völlig auf dem Kopf steht. Inspiration fanden die beiden Bauherren auf ihren Reisen. So besichtigten die beiden in Orlando (USA) ein vergleichbares Objekt und fanden weitere Anregungen in Frankreich, Neuseeland und Polen.
Der Urlaubsort Trassenheide unterstützte prompt und vor allem unbürokratisch das ungewöhnliche Vorhaben, wohl nicht zuletzt deshalb, weil ein solches Gebäude im Höchstmaß Potenzial als Touristenattraktion hat.
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Liebevoll wurde das Haus eingerichtet - nur eben nahezu komplett verkehrt herum. Das Dach befindet sich unten, die Möbel an der Decke, der Flur befindet sich oben und man betritt zunächst das Kinderzimmer, wenn man das Haus besichtigt. Einzig die Treppen wurden korrekt eingebaut, damit die Besucher die Möglichkeit haben, ins Erdgeschoss zu gelangen, welches sich eben oben befindet. Allerdings stellt der Aufgang aufgrund der Schieflage des Hauses von sechs Prozent eine kleine Herausforderung für das Gleichgewicht des Gastes dar. Der Fernseher wurde angeschraubt, die Decken und Kissen angenäht und Bilder, Blumenvasen und so weiter angeklebt. Selbst die Regenrinnen sind verkehrt herum angebracht - allerdings gibt es noch ein für den Besucher nicht sichtbares Entsorgungssytem, schließlich sind die Witterungsbedingungen auch in Trassenheide die althergebrachten und der Regen fällt nun mal von oben nach unten.
40.000 bis 50.000 Besucher erwarten die beiden Bauherren jährlich - warum auch nicht, schließlich bietet sich wohl nicht so schnell die Möglichkeit, ein Haus im Handstand zu besichtigen oder einfach nur eine ungewöhnliche Perspektive auf etwas eigentlich so Alltägliches zu erhalten. Erste Videos gibt es auch schon. Also einfach mal hier Reinschauen und sich ein Bild vom “Kopfüber-Haus” machen, oder eben nach Trassenheide fahren.
3. März 2010
[...] der User stetig zugenommen. Nun, im Februar diesen Jahres, haben sich rund 30.000 Besucher unter http://www.pixelpipe.de eingefunden – was einen Schnitt von mehr als eintausend Grafik-Hungrigen pro Tag auf dem [...]