Nov 27

corel painter 11

Nachdem die US-Version der Malsoftware ja bereits Anfang des Jahres von Corel veröffentlicht wurde, ist nun endlich auch die deutsche Version erhältlich. Und man kann durchaus behaupten, dass sich das Warten gelohnt hat, schließlich kommt Corel Painter 11 mit einigen Neuerungen und Optimierungen daher. Laut Hersteller enthält die aktuelle Version mehr als 40 neue und verbesserte Funktionen und so verspricht Corel im Vergleich zum Painter X eine Leistungssteigerung um bis zu 30 Prozent.

Neu sind zum Beispiel die trockenen Zeichenwerkzeuge wie Marker, Feder, Bleistifte und Kreide. Die Ergebnisse kommen den traditionellen analogen Gegenstücken dabei so nah, wie bei keiner anderen Software. So wirkt sich zum Beispiel die Geschwindigkeit des Federstrichs auf die Stärke des aufgetragenen Strichs aus. Je schneller desto feiner bzw. es wird mehr oder weniger Farbe aufgetragen. Auch der Marker funktioniert wie sein offline-Pendant. So kann man die Wirkung der Farbe mit jedem neuen Auftrag erhöhen oder die Farbe graduell verstärken. Eine weitere Neuerung ist die Umwandlungsfunktionen, mit deren Hilfe man künftig entweder alle oder nur ausgewählte Inhalte einer Ebene umwandeln kann. Mit Corel Painter 11 kann der Anwender künftig frei die Pinselformen und Maluntergründe bestimmen. Optimiert wurde beispielsweise die Unterstützung mit der Wacom-Produktlinie. Auch die Übertragung von Dateien zwischen Photoshop und Painter wurde verbessert. So werden künftig Farben und Ebenen beibehalten, was im Ergebnis eine deutliche Zeiteinsparung bedeutet. Darüber hinaus wurden in der neuen Version die Auswahlwerkzeuge, die Mischpalette und die Farbfelder optimiert. Weitere Neuerungen gibt es zudem beim Farbmanagment. Damit soll die Farberkennung beim Importieren von Dateien aus anderen Anwendungen verbessert werden. Im Ergebnis bedeutet dies für den Anwender, dass der kreative Prozess vereinfacht und optimiert wird, dass ihm noch mehr Möglichkeiten zum Experimentieren zur Verfügung stehen - und das bei erhöhter Stabilität und Geschwindigkeit.

Wir wollen an dieser Stelle gar nicht so sehr im Detail auf jede der Neuerungen und Optimierungen eingehen. Für einen guten Überblick ist die Herstellerseite bestens geeignet. Vielmehr wollen wir auf vier wirklich tolle Tutorials von Corel hinweisen, die zum einen einen guten Einstieg in Corel Painter 11 bieten und andererseits hilfreich sind, um die vielen Möglichkeiten der neusten Version besser nutzen zu können.

mit Corel Painter natürlich wirkendes Haar malen

Im ersten Tutorial wird erklärt, wie man mit wenigen Klicks aus einem Foto ein “handgemaltes” Bild erstellt und im Anschluss einzelne Details ausarbeiten kann. Schritt für Schritt erklärt die Corel-Expertin Tany Lux wie sie ihr Venedigfoto in ein impressionistisches Kunstwerk verwandelt.

Für alle, die bisher Photoshop zum digitalen Malen genutzt haben, dürfte die kurze Einführung von Cher Threinen-Pendarvis besonders spannend sein. Die Painter-Künstlerin stellt im Tutorial die beiden Programme gegenüber, zeigt die wichtigsten Werkzeuge und Funktionen und erklärt, wie einfach Painter zu bedienen ist, um wirklichkeitsgetreue Ergebnisse zu erzielen.

Gemälde von Karen Sperling nach einen Foto von Michelle LamberthDie erste Corel Painter-Expertin überhaupt, Karen Sperling, zeigt in ihrem Tutorial, wie man ein Portrait aus einem Foto malt. Dabei erklärt sie u.a. wie man Details verwischt, Schatten und Lichtreflexionen erstellt und Kontraste erstellt.

Die in Kiew geborene Katarina Sokolova widmet sich in ihrem Tutorial dem Thema Haare. Wer wissen will, wie man dichtes und volles Haar malt, so dass es natürlich wirkt, der findet hier wunderbare Tipps und Tricks.

Die Zeichensoftware ermöglicht seinen Anwendern realistische digitale Kunstwerke zu erstellen. Wer also auf die Kosten und das leidige Geputze der traditionellen Malerei verzichten möchte, dem sei Corel Painter 11 empfohlen. Die Vollversion kostet 415,31 Euro, das Upgrade 213,01 Euro.


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