Aug 26

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Jeder, der mit Bildern, Logos, Grafiken und sonstigen bunten Abbildungen - kurz gesagt mit Farbe - zu tun hat, wird das Problem kennen: Am Rechner sieht noch alles gut aus, doch der Ausdruck hält nicht, was der PC verspricht. Die Farben stimmen nicht überein. Alle Monitor- und Druckmodelle mischen Farben auf eine etwas andere Weise, die einen verwenden additive Farbmischung, die anderen subtraktive. Im schlimmsten Fall wird der Ausdruck deswegen unbrauchbar und die teure Farbpatrone wurde umsonst strapaziert. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern vor allem im Umgang mit Kunden ein absolutes No-Go für jeden Fotografen und Designer. Vorhergehende Farbanpassungen von Monitor und Drucker können mit Kalibrierungssystemen vorgenommen werden. Doch diese sind meist sehr umständlich zu bedienen oder teuer.

X-Rite, nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von Technologien für die Handhabung und Messung von Farben, hat nicht nur das sehr professionellen EyeOne-System im Angebot. Mit ColorMunki bietet der Farbexperte auch eine Kalibrierungslösung, die preiswert und einfach in der Handhabung ist - und sich vor allem an freischaffende Grafikdesigner und Fotografen wendet.

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Die ColorMunki-Familie teilt sich zum einen in ColorMunki Photo, das speziell auf die Bedürfnisse von Fotografen zugeschnitten ist und Bildschirme, Beamer und Drucker kalibriert, das Umgebungslicht misst und Schmuckfarben erfasst. Außerdem steht mit ColorMunki Design ein System zur Verfügung, das - wie der Name schon sagt - speziell für Designer entwickelt wurde. Das System besticht daher vor allem dadurch, dass Farbpaletten in einer kalibrierten Umgebung ausgewählt, festgelegt und gespeichert werden können. Darüber hinaus lassen sich diese Paletten problemlos in Designanwendungen wie Photoshop und InDesign importieren. Als dritte Lösung bietet X-Rite mit ColorMunki Create ein Einsteigerangebot, das bei Bedarf einfach zu ColorMunki Design aufgerüstet werden kann. Das günstige und einfache System bietet unter anderem Spektralfarbauswahl mittels Systemfarbwähler, Farbharmonien und eine einfache Lösung um Bildschirmfarben zu kontrollieren. Das letzte Bauteil der ColorMunki-Familie ist quasi der mitgelieferte Digital Pouch. Mit diesem farbmanagementtauglichen Bildbetrachter kann der Empfänger genau die Farben auf dem Bild sehen, die der Empfänger geschickt hat. Das ist sehr praktisch, um Missverständnisse in der Kommunikation über Farben zwischen Kunde und Designer beziehungsweise Kunde und Fotograf zu vermeiden.

Die Kalibrierung mit ColorMunki geht schnell und die Anwendung ist sehr unkompliziert und intuitiv. Es gibt nur eine Software und Hardware für alles. Nicht wie beim Spyder3Studio beispielsweise, unterschiedliche Messsysteme für Monitor und Drucker. Der ColorMunki wird mithilfe eines Bandes und eines Gegengewichts auf dem Bildschirm platziert, wie ein kleines Äffchen, das sich mit seinem Schwanz am Baum festhält. Auf colormunki.com [Link] gibt es hierzu, neben vielen weiteren Informationen zum Kalibrierungssystem und zu Farben im Allgemeinen, auch ein Video, das die Handhabung erklärt. Für die Kalibrierung des Druckers wiederum wird ein Standard-Farbbogen gedruckt, der ColorMunki wird Farbfeld für Farbfeld darüber gezogen.

Im Juli wurde die ColorMunki-Familie nun generalüberholt. Die verbesserte Version 1.1 zeichnet sich durch folgende Neuerungen aus: präzisere Bildschirmkontrolle, erweiterte AppSet-Unterstützung und erweitere Palettensynchronität. Die Farbpaletten können demnach nun auch in QuarkXPress und Photoshop CS4 importiert werden. Außerdem kann die Lichtfunktionalität während der Farbabstimmung eingestellt werden. Zuvor hatten viele Benutzer bemängelt, dass für optimale Ergebnisse eine korrekte Beleuchtung im Raum vorausgesetzt wird. Bei der neuen Version werden jetzt vor der Profilanalyse beispielsweise die Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz analysiert.

Gerade für Freiberufler und im semiprofessionellen Bereich Tätige ist ColorMunki ein bezahlbares Kalibrierungssystem, das einfach in der Handhabung ist, farbgetreue Ausdrucke erzielt und bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Das Einsteigermodell ColorMunki Create gibt es schon für rund 150 Euro, ColorMunki Design und ColorMunki Photo für je
429 Euro.


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