Jul 14

MediaBOOM - Best Practice für Webdesign

Das World Wide Web bietet von allem sehr viel. In punkto ästhetisches Webdesign gibt es jedoch ein deutliches Ungleichgewicht zwischen sagen wir einmal austauschbaren bis das Auge beleidigenden Websites und denen, deren hervorzuhebende Optik uns immer wieder zum Besuch der Seite einlädt. Eine Aufzählung von Negativbeispielen erübrigt sich für uns, da es zum einen für internetaffine Nutzer ein Leichtes ist, allein auf derartige Seiten zu stoßen. Zum anderen ist es nicht in unserem Sinne, Website-Betreiber und -Designer zu diffamieren – schließlich ist Geschmack streitbar und gutes Webdesign ja zumeist auch eine monetäre Frage. Viel spannender sind ohnehin die Positiv-Beispiele. Und auf ein solches wollen wir euch heute wieder einmal hinweisen.

Die Rede ist von der Website von MediaBOOM. Dass die Damen und Herren eine tolle Homepage ihr Eigen nennen können, kann auch nur bedingt verwundern, schließlich gehört Website-Design und Development neben Grafik-, Logo und Sound-Design sowie Illustration und Fotografie zum Portfolio.

Die Gestaltung der Website ist nun in zweifacher Hinsicht bemerkenswert. Zum einen stellt die Homepage ein Best Practice hinsichtlich der Umsetzung des Vintage- beziehungsweise Retro-Styles dar. Nun kann man diesen Stil unter Umständen als ein wenig gestrig bezeichnen, wenn aber die Umsetzung gut ist - und das ist die Website von MediaBOOM mit ihren aufwendigen und detailreichen Illustrationen allemal - sind temporäre Trends doch letztlich zweitrangig.

Der zweite hervorzuhebende Aspekt ist die interaktive Gestaltung. Nicht dass es zu Missverständnissen kommt – auch eine klassische Website ohne Einbettung von Flashelementen kann hervorragend sein. Am Beispiel von MediaBOOM wird allerdings deutlich, was in diesem Bereich möglich ist und wie Inhalt und Gestaltung der Website eine Einheit bilden können. Im Zentrum findet man die Darstellung einer Stadt Anfang der 40er Jahre. Jedes Anklicken eines Navigationspunktes wie Portfolio oder Services führt den Besucher an eine andere Stelle dieser Stadt, wo sich schließlich ein Fenster mit der gewünschten Information öffnet. Besonders ansprechend sind die kleinen „Spielmöglichkeiten“ der Homepage. Natürlich ist es für den User durchaus verzichtbar, dass er per Mausklick zwischen Tag- und Nacht-Modus switchen kann. Aber irgendwie hat man auch seine Freude daran, diese kleinen versteckten Animationen zu entdecken und auszuprobieren. Wichtig ist dabei immer, dass die Usability dadurch nicht beeinträchtigt wird. Auch in dieser Hinsicht muss man die Website hervorheben und nicht zuletzt deswegen ist sie unser heutiges Best Practice in punkto Webdesign.


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