Mrz 02

Die Adobe Labs sind ein Eldorado für Technikbegeisterte und Entwickler, die die neuesten Innovationen und Technologien von Adobe schon einmal in der Prototypenversion testen und bewerten wollen.

Vier der teils doch sehr innovativen Studien und Produkte aus den Adobe Laboratorien, die das Leben von Grafikern und Designern erleichtern sollen, möchten wir euch heute vorstellen.

Das Plug-In “Pixel Bender” (ehemals Hydra) ermöglicht Bildmanipulationen für Foto und Video. Mit der Kernel-Sprache lassen sich diese hardwareunabhängig auszeichnen. Mit dieser XML-basierte Graph-Sprache können die einzelnen Operationen zu komplexen Filtern kombiniert werden. In Photoshop CS4, Flash CS4 und After Effects CS4 können so, wie der Name Pixel Bender schon sagt, mithilfe von “Pixelbiegerei” unter anderem Kaleidoskopeffekte, Strudelverzerrung und Verzeichnungen wie bei Fischauge-Objektiven genutzt werden. Unter Pixel Bender Exchange stehen weitere Effekte zur Verfügung. Außerdem können mit PixelBender auch eigene Effekte kreiert werden. Tutorials, die zeigen wie genau man mithilfe des Pixel Bender Toolkits eigene Effekte erstellt und exportiert, stehen auf GoToAndLearn kostenlos zur Verfügung.

“Adobe’s Interactive Video-Object Manipulation” ist der etwas sperrige Name einer weiteren Neuerung aus den Adobe Labs. Zusammen mit Wissenschaftlern der University of Washington wurden unter dem Projektnamen “Video Visualization and Interaction” neue Wege gesucht, wie Nutzer einfacher verschiedene Objekte in Videos einfügen und manipulieren können. Beispielsweise können sich bewegende Objekte wie Autos, so beschriftet werden, dass sich die Schrift anschließend mit dem Objekt bewegt. Auch Wege von Menschen können mittels Pfeilen nachvollzogen werden, was vielleicht für Spielanalysen, wie z.B. beim Fußball, interessant werden wird. Das folgende Video zeigt ganz anschaulich, wie erstaunlich einfach die Objektmanipulation dank der neuen Technik sein kann.


Interactive Video Object Manipulation from Dan Goldman on Vimeo.

Auch der Name der dritten Studie ist etwas weitschweifend. “Using Photographs to enhance videos of a static scene” heißt das Projekt, das die Adobe Labs zusammen mit den Universitäten Berkeley und Washington gerade realisieren. Mithilfe des neuen Systems kann die Qualität von Videos durch die Hinzunahme von digitalen Fotografien verbessert werden. Die Optimierung von Auflösung und Helligkeit sind nur zwei kleine Beispiele für die Verbesserungen. Erstaunlicher ist, dass mit relativ einfachen Mitteln ganze Objekte entfernt bzw. ersetzt werden können. Störende Schilder in einem Video verschwinden dabei genauso wie Astlöcher in Bäumen oder Personen vor Gebäuden. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Der einzige, kleine Haken an dem System ist, dass nur statische Elemente manipuliert werden können.


Using Photographs to Enhance Videos of a Static Scene from pro on Vimeo.

Last but not least das “Adobe Text Layout Framework”. Die Betaversion des Frameworks für Adobe Flash CS4 und Adobe Flex ist eine Art erweiterbare Bibliothek, aufgebaut auf der neuen Text Engine im Adobe Flash CS4. Das Framework bietet erweiterte, leicht zu integrierende Typografie- und Textlayout-Features für innovative Web-Typografie. Außerdem können Entwickler die Beta-Version um eigene Idee bereichern und eigene Text-Komponenten erzeugen.

Die Adobe Labs als Pool innovativer Ideen sind immer wieder einen Besuch wert. Aktuell werden Release Candidates für Lightroom 2.3 und Camera Raw 5.3 angeboten, denn auch hier konnte das Feedback der Nutzer weitere Verbesserungen der alten Versionen herbeiführen.

Beitrag von Redaktion Stichworte: , ,


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