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14 April
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“Kreative Kommunikationsideen fordern und fördern”

Vom 22.April bis zum 26. April 2009 findet erneut einer der großen Treffpunkte der Kreativbranche statt – der ADC “Gipfel der Kreativität”. Wie im Vorjahr wird den Medienexperten und den Markenmachern ein inhaltsreiches Rahmenprogramm geboten. Neben dem ADC Wettbewerb, der Preisverleihung und der Ausstellung der Gewinnerarbeiten wird es auch diesmal wieder den Kreativkongress geben. Wir haben ihm Vorfeld mit Marc Wirbeleit, Freelance Creative Director und einer der Vorstandsmitglieder des ADC, gesprochen. Im Interview erklärt er die Bedeutung des ADC Wettbewerbs und die an die Veranstaltung gestellte Erwartungshaltung und vermittelt uns seine Sicht über Qualität und Trends innerhalb der kreativen Kommunikation.

Redaktion: In welcher Rolle sieht sich der ADC selbst? Wofür möchte er stehen?

Marc Wirbeleit: Der ADC ist kreativer Impulsgeber für die Kommunikationsbranche und Gradmesser für außergewöhnliche und herausragende Kommunikationslösungen. Das heißt auf deutsch: Wir fordern und fördern kreative Kommunikationsideen. Am besten sichtbar ist er einmal im Jahr, wenn er die besten Kreativen und ihre Ideen prämiert. Am aktivsten ist er in der Aus- und Weiterbildung, wozu ich auch den Kongress zähle, den wir bewusst an die Preisverleihung angedockt haben, weil dieser aufgrund der Strahlkraft des Wettbewerbs so auch deutschlandweit wahrgenommen wird.

Redaktion: Vom 22. bis 26. April 2009 findet der “Gipfel der Kreativität” statt.
Richtet sich dieser Kongress primär an die besten Werbefachleute oder soll er auch eine Plattform für den Nachwuchs sein und diesem eine Chance bieten sich zu präsentieren?

Marc Wirbeleit: Für Kreative (und ausdrücklich nicht nur für Werbekreative) sollte der Kongress eine Pflichtveranstaltung sein. Ziel ist es aber, mit einem breit gefächterten Programm auch die Auftraggeber kreativer Kommunikation auf den Kongress zu holen. Für den Nachwuchs ist es also auch eine sehr gute Gelegenheit, Topkreative aus allen Branchen zu treffen – auf der Ausstellung, bei den Vorträgen und Panels und natürlich auch bei der Party.

Redaktion: Wenn Sie sich sowohl inhaltlich als auch gestalterisch hinsichtlich der eingereichten Arbeiten wünschen könnten, was wäre das?

Marc Wirbeleit: Mut.

Redaktion: Wird es bei künftigen ADC-Wettbewerbsausschreibungen tendenziell eine Steigerung der Kategorien oder eher eine “Rückbesinnung” auf spezielle Gebiete geben?

Marc Wirbeleit: Kreative Kommunikation findet heute auf viel mehr und darüber hinaus auf unterschiedlicheren Kanälen statt als noch vor fünf, zehn oder zwanzig Jahren. Darum gibt es da kein Zurück. Persönlich finde ich die Frage spannender, wie man große Ideen, die eben nicht in Kanälen denken, sondern komplexe Geschichten erzählen, besser honorieren kann.

Redaktion: Sind Sie mit der Qualität der eingereichten Arbeiten zufrieden oder wird es künftig strengere Auswahlkriterien geben?

Marc Wirbeleit: Das müssen Sie nach der Jurybeurteilung noch einmal fragen.

Redaktion: Parallel zum ADC-Kongress gibt es die Gewinner-Ausstellung. Gibt es eine Plattform, wo man dann auch sehenswerte Arbeiten, die jedoch nicht zu den Bestplatzierten ihrer Kategorie gehören, sehen kann?

Marc Wirbeleit: Alle zum ADC Wettbewerb 2009 eingereichten Arbeiten werden innerhalb der ADC Ausstellung digital zu sehen sein. Es werden Terminals eingerichtet, die die Besucher selbstständig bedienen und uneingeschränkt nutzen können. Wer seinen eigenen Laptop dabei hat, kann auch über das ADC WLAN auf alle eingereichten Arbeiten zugreifen. Ab Montag, den 27.04. sind dann alle Gewinnerarbeiten unter www.adc.de zu sehen.

Redaktion: Glauben Sie, dass die verschiedenen Stile in Werbung und Grafik zunehmend spezifischer und vielseitiger werden oder lässt sich eine Tendenz zu einer Art “Mainstream” erkennen, bei dem ein allgemeiner Geschmack bedient wird?

Marc Wirbeleit: Hoffentlich nicht – wir suchen ja gerade das Besondere, nicht den Durchschnitt. Bis der Mainstream unseren Ansprüchen genügt, wird es wohl noch ein Weilchen dauern.

Redaktion: Wenn Sie abschließend noch einen Blick in die Zukunft wagen, wohin geht der Trend – Spezialisierung oder Mainstream?

Marc Wirbeleit: Paul Bennett, CCO von IDEO, fragt in seinem Vortrag auf dem ADC Kongress, was wäre, wenn es morgen keine Werbung mehr gäbe? Marken müssen Verbraucher heute nicht mehr informieren, sondern involvieren, wenn sie erfolgreich sein wollen. Das kann sie mit spektakulären Einzelmaßnahmen, ich persönlich finde aber Erlebnisse wie Macheist und die neue iPhone-App von Nine Inch Nails viel spannender.

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