Jan 29

CINEMA 4D

Wenn man die wichtigsten Trends innerhalb der Grafik-Branche festmachen will, dann kommt man an 3D auf keinen Fall vorbei. Bildbearbeitungsprogramme integrieren zunehmend Features und Tools, mit deren Hilfe 3D-Modellierungen realisiert werden können. Allerdings stehen diese Programme noch mehr oder weniger am Anfang. Anders CINEMA 4D von MAXON - eine 3D-Grafik-Software, die beim Erstellen von 3D-Modellen, Computergrafiken oder Animationen eingesetzt wird. In den letzten Jahren fand das Programm im Bereich der Architekturvisualisierung immer mehr Anwendung. Ende 2009 wurde nun die aktuelle Version 11.5 veröffentlicht, die im Vergleich zur Vorgängerversion mit zahlreichen neuen beziehungsweise verbesserten Features aufwartet.

Wir wollen an dieser Stelle kurz auf drei der wichtigsten Tools eingehen. Beginnen wollen wir dabei mit dem neuen Bild-Manager, da dieser unzählige Möglichkeiten bietet, die Arbeit für den Anwender zu vereinfachen. Bildversionen können nun besser miteinander verglichen und Animationen schneller überprüft werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Farbkorrektur. Gerade bei der Feinabstimmung beispielsweise der Render- oder der Licht-Einstellungen entstehen zahlreiche Testrenderings, die der Picture Viewer im Arbeitsspeicher behält und im Verlauf auflistet, so dass der Anwender nur durch die Verlaufliste blättern muss und so ältere Renderings abrufen kann. Hilfreich ist hier auch die AB-Vergleichsfunktion. Man wählt zwei Bilder aus und vergleicht diese u.a. durch ein Differenzbild miteinander.

CINEMA 4D - screenshot

Mit der multicore-optimierten Render-Engine wurde praktisch das Herz von CINEMA 4D einer umfangreichen Überarbeitung unterzogen, so dass der Anwender künftig noch effizienter sein kann. So sind zahlreiche Funktionen noch schneller als bei der Vorgängerversion. Zu nennen ist an dieser Stelle unter anderem das SubPolygon Displacement. Gerade für detaillierte Szenen ist dieses Feature von unschätzbarem Wert, da es dem Anwender ermöglicht, besonders filigrane Elemente, die ansonsten kaum zu modellieren wären, einfach per Textur oder Shader umzusetzen. Im Ergebnis bedeutet diese Verbesserung für den Anwender, dass er häufiger SubPolyDisplacement verwenden und bei gleichem Modelling- und Render-Aufwand wesentlich detailliertere Szenerien erstellen kann. Auch das Bucket-Rendering wurde verbessert und kommt nun mit einer effektiveren Speichernutzung und größeren Geschwindigkeit daher. Zudem ist die Kantenglättung optimiert worden. Dieses Feature verfügt nun über einen Hybrid-Modus, was besonders bei feinen Szenendetails ins Gewicht fallen dürfte.

Keinesfalls wollen wir die Verbesserungen beim Motion Graphics Toolset ungenannt lassen. Im Release 11.5 findet der Anwender noch bessere und vielseitigere Werkzeuge. Zudem wurde der Workflow zur Erstellung von 3D-Motion Graphics deutlich vereinfacht und mit der neuen Anbindung an Apple Motion und den erweiterten Austausch-Funktionen für Adobe After Effects lassen sich die 2D- und 3D-Welten noch effizienter miteinander verbinden.

Das sind nun längst nicht alle Features, mit denen CINEMA 4D 11.5 den Markt erobern möchte. So vereinfachen Features wie Motion 3D-Support, Klone und XRefs in After Effects oder RAM-Player und Sound-Unterstützung, um nur einige zu nennen, die Arbeit des Anwenders bei der Erstellung neuer 3D-Welten. Weitere Informationen sowie eine Gesamtübersicht über alle verfügbaren Features findet ihr natürlich auf der Homepage von Maxon. Festzuhalten ist aber auf jeden Fall, dass mit dem Release 11.5 die Arbeit noch schneller, einfacher und effizienter vonstatten gehen wird als bisher.


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